Über das Festival

The Next Generation

Künstler*innen – Formate – Themen

Das Wort »Next« hat stets eine zukunftsgerichtete Konnotation. »Was kommt als nächstes?« Aber dieses „Nächste“ existiert schon in unserer Gegenwart, jedes mal, wenn wir darüber diskutieren. Es muss nur noch entdeckt werden als das »next big thing«.

Anführer. Herausforderungen. Technologie. Medizin. Begriffe bei denen man gerne von einer neuen Generation spricht. Denke ich persönlich an Next Generation, dann unweigerlich an Kinder. Kinder sind unsere Zukunft, heißt es ja immer. Aber wie wird sie sein, die Next Generation? Diese Frage fasziniert mich und was ebenso dringend ist: Wie hinterlassen wir unsere Welt für die nächste Generation?

Wie Mode, Design oder Technologie sucht auch die Kunst nach ihrer Next Generation. Nach neuen Künstler*innen, wie der jungen Alma Deutscher und den Kindern der Kinder Ballett Kompanie Berlin. Oder den fünf Pianist*innen unserer Piano-Combo-Reihe, die nach neuen Performanceformaten suchen, um Antworten auf die aktuell große Herausforderung der klassischen Musik zu finden: Wie kann man sie einem jüngeren Publikum näherbringen?

Identität ist ein schwieriger Teil der NextGen-Politik – als zukunftsgewandtes Nachdenken über eine globalisierte Zivilgesellschaft in welcher wir unsere ethnischen und kulturellen Identitäten erhalten können. Globalisierung hat eine ganze Reihe von Themen auf den Plan gerufen, welche die Next Generation betreffen. Wir sehen dies an den weltweiten Anti-Globalisierungs-Protesten, welche sich auch in aufkeimendem Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Faschismus und Antisemitismus manifestieren.

Die israelische Zuwanderung nach Berlin wird – fälschlicherweise– den hohen Lebenserhaltungskosten in Israel zugeschrieben, wie am Beispiel des beliebten, völlig überteuerten Milky-Puddings zu sehen ist. Aber der israelischen Wirtschaft geht es sehr gut. Die Kreditwürdigkeit des Landes erhält in diesem Jahr seine höchste Einstufung überhaupt. Pudding taugt hier nicht als Begründung. Vielleicht liegt es doch eher am Anstieg von Populismus, Rassismus, Korruption und internen Konflikten in Israels Gesellschaft, nicht zu vergessen der ständig schwelende Kriegszustand.

Unser Festival startet an einem Freitagabend, daher beginnen wir mit unserer eigenen Umsetzung der Kabbalat Shabbat Feier. In der jüdischen Tradition ist Shabbat ein Vorgeschmack auf das Olam Habbah, die nächste Welt. Es könnte aber auch als Vorgeschmack auf unsere Zukunft hier auf Erden verstanden werden. Eine Zukunft, die wir selbst beeinflussen können, indem wir die ganze Woche hart arbeiten. Eine Zukunft aus Frieden und Wohlstand, eine Next Generation des Zusammenlebens.

Ohad Ben-Ari, künstlerischer Leiter und Gründer


Inhaltsverzeichnis

ID Festival 2018 Team

Leiter & Gründer Ohad Ben-Ari

Produktion Jule Sievert

Produktionsassistenz Merle Heinrich, Ewa Bienkowska

Presse und PR Sarah Rosenau

PR Assistenz Casey Tower

Social Media, Content Management & Lektorat Anastasia Shevchenko

Grafikdesign & Konzept Alina Hoyer, Bureau Hoyer

Programmieren Katrin Sellerbeck

Videodokumentation & Editing Ede Mueller

Kampagne Fotografie Johanna Ruebel

Festival Fotografie Ruthe Zuntz

Unsere Geschichte

© Bureau Hoyer

2015-2018: Identity-Migration-Integration?-Next Generation

Dieses Jahr werden wir uns mit dem Thema Next Generation befassen: mit jungen Künstler*innen und neuen Talenten (Künstler*innen), neuen Wegen, die klassischen Ideale zu interpretieren (Formate), sowie neuen Arten und Weisen, sich auf die Welt zu beziehen (Themen).

© Adar Aviam & Charlotte Sauvaget

Im vergangenen Jahr beschäftigte sich das ID Festival 2017 mit dem Thema „Integration?“, In dem unsere beteiligten Künstler und Denker die Umsetzung der europäischen Ideale durch Kunst diskutierten.

© Adar Aviam & Charlotte Sauvaget

Im Jahr 2016 wollten wir besonders die Auswirkungen der verschiedenen Migrationsbewegungen in und aus Deutschland auf die israelische Künstlergemeinschaft untersuchen. Wir warfen einen genauen Blick auf den daraus resultierenden Austausch, die Beziehungen, Auseinandersetzungen und Veränderungen in den verschiedenen Kunstdisziplinen und Medien.

© Adar Aviam & Charlotte Sauvaget

Seit unserem Festivalstart im Jahr 2015 war es unser Ziel, das Konzept der Identität zu erforschen. Die teilnehmenden israelischen Künstler begaben sich auf eine Reise der Selbsterforschung, die durch eine scheinbare Identitätskrise verursacht wurde.