In Kooperation mit

Box-Salon | Eine Produktion des HIDALGO Festivals
Lieder von John Dowland und Kurt Weill

Im »Box-Salon« treten nicht nur Sängerin Andromahi Raptis (Staatstheater Nürnberg) und Pianist Jonathan Ware (Hugo-WolfPreisträger) gegeneinander an – sondern auch echte Boxer*innen mit echten Schlägen. Eine körperliche Inszenierung der Trauer und ihrer fünf Phasen von Regisseur Tom Wilmersdörffer – mit Klavier-Improvisationen über aufprallenden Boxhandschuhen.

Trauer im Boxring

Eine Frau liegt im Ring niedergestreckt am Boden. Sie steht auf und kämpft weiter. Nicht gegen einen Gegner, denn der hat gewonnen, sondern mit sich selbst. Sie weint, sie schreit, sie wirft alles hin – und findet am Ende doch so etwas wie Frieden. Der »Box-Salon« verhandelt die Trauer, die uns trifft, wenn wir Großes verloren haben und ein Teil unseres Selbst stirbt. Der Umgang damit läuft meist in fünf bestimmten Phasen ab: Leugnung, Zorn, Verhandeln, Depression und Annahme der Situation. In dieser Lied-Inszenierung erleben wir den Trauerprozess entlang der Lieder von John Dowland und Kurt Weill.

An der Oberfläche erzählen ihre ganz unterschiedlichen Werke teils andere Rahmengeschichten, hintergründig aber fügen sie sich in die universellen Phasen der Trauer-Bewältigung ein. Die Lieder aus dem 16. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts berühren uns unmittelbar und geben eine Ahnung davon, wie zeitlos Trauer wahrgenommen, durchlebt und verarbeitet wird. Der innere Kampf der besiegten Boxerin wird von Sportler*innen des BOXWERK München ausgetragen.

»Überraschendes Konzept und spannende Umsetzung.« BR Rundschau

Der HIDALGO ist Münchens spannendstes Klassik-Start-Up. Das interdisziplinäre Team verbindet paradoxe Welten zu intensiven, rauschhaften Erlebnissen. Mit höchstem Anspruch an die musikalische Qualität produziert der HIDALGO innovative Konzertformate und veranstaltet seit 2018 das jährliche HIDALGO Festival für junge Klassik. Er entwirft Video-Installationen, beauftragt Sound-Designer und konfrontiert romantische Dichtung mit moderner Lyrik. Erlaubt ist, was sich zu etwas Größerem zusammenfügt.

Im BOXWERK München trainieren seit 2009 Amateur- und Profisportler, die zahlreiche Titel gewinnen konnten. Über den sportlichen Betrieb hinaus engagiert sich die Münchner Institution stark sozial und kulturell. Geleitet wird sie von Nick Trachte, dem Vizepräsidenten des Bayerischen Boxverbands.

Sopran
Andromahi Raptis

Klavier
Jonathan Ware

Musikalisches Konzept
Johanna Malangré

Regie
Tom Wilmersdörffer

Box Performance
Boxwerk Munich

Musik
John Dowland & Kurt Weill

© Ludwig Olah

Andromahi Raptis

© Kaupo Kikkas

Jonathan Ware

© Max Ott

Tom Wilmersdörffer

Sa 20. März 21:00

Venue
Live-Stream aus dem BOXWERK München

Tickets
kostenfrei

Dauer
1 Stunde

Sprache
Englisch, Französisch, Deutsch