→ next generation : issues

Der Kabarett-Abend anlässlich Lotte Lenyas 120. Geburtstag kombiniert Liebeslieder Kurt Weills für Lotte Lenya mit Fragmenten aus dem Briefwechsel des Ehepaars. Ihre Geschichte ist nicht nur die von Liebe, Heirat, künstlerischer Kreativität, Trennung und des wieder Zueinanderfindens, sondern auch eine von Hass und Vertreibung.

Im Judentum steht die Zahl 120 symbolisch für eine Lebensspanne. Die Arche Noah wurde über 120 Jahren gebaut, Moses starb an seinem 120. Geburtstag und so wird ein unendlicher Lebenskreis beschrieben, der sich zyklisch immer wiederholt. Die Turbulenzen ihrer beiden Leben spinnen einen roten Faden zwischen dem Damals, Jetzt und Nachher – als Inspiration und als Reminiszenz an Berlin als lebendige jüdische Hauptstadt der 1920er Jahre, aber auch als Mahnung. Denn ihre Geschichte ist nicht nur die von Liebe, Heirat, künstlerischer Kreativität, Trennung und des wieder Zueinanderfindens, sondern auch eine von Hass und Vertreibung.

Biografien

Hans-Jürgen Schatz debütierte mit der Hauptrolle in dem Spielfilm „Flamme empor“. Seitdem wirkte er in zahlreichen Theaterinszenierungen sowie Kino- und Fernsehfilmen mit, darunter „Heimat“, „Der Fahnder“ und „Salto Postale“. Einen Ruf als exzellenter Rezitator erwarb er sich mit Texten von Erich Kästner, Jean Paul und Thomas Mann. Vielfach arbeitet er im Bereich der klassischen Musik, die ihn u.a. mit dem Klavierduo Katia und Marielle Labèque, dem Pianisten Alexander Schmalcz, dem Oboisten Christoph Hartmann, der Cembalistin Hedwig Bilgram, den Sängern Michaela Kaune, Claudia Barainsky, Daniel Behle, Andreas Schmidt, Peter Schreier und Roman Trekel sowie den Dirigenten Andrey Boreyko, Jeffrey Tate und Christian Thielemann zusammengeführt hat. Seine Interpretation von L.F. Baums „Der Zauberer von Oos“ für die Deutsche Grammophon wurde mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet, seine Einspielung der musikalischen Erzählung „Paddington Bärs erstes Konzert“ (mit den Hamburger Symphonikern) mit dem Deutschen Schallplattenpreis „ECHO Klassik“. Für sein vielfältiges gesellschaftliches Engagement wurde Schatz mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

Dennis Weißert ist 1992 in Berlin geboren und schloss dort an der Universität der Künste sein Studium mit Auszeichnung ab. Auf sein Diplom vor zwei Jahren folgten Engagements in u.a. dem Saarländischen Staatstheater („Riff“ in WEST SIDE STORY), der Neuköllner Oper („Rolf Isaaksohn“ in STELLA), der Komischen Oper (Richard III in SCHNEEWITCHEN UND DIE 77 ZWERGE), dem Theater Magdeburg („Der Löwe“ in DER ZAUBERER VON OZ) und dem Admiralspalast („Grimm“ in GRIMM ). Dennis ist 1. Preisträger des Bundeswettbewerbs Gesang und war Teil der Deutschsprachigen Uraufführung des Broadway- Musicals „Titel der Show“, in der er die Hauptrolle des HUNTER einnahm. Er ist seit Jahren als Songwriter und Übersetzer tätig.

Sophia Euskirchen stammt gebürtig aus Bad Honnef in Nordrhein-Westfalen. Bereits während ihrer Schulzeit stand sie in ihrer Heimatstadt in vielen verschiedenen Schulproduktionen auf der Theaterbühne. 2012 zog sie dann nach Berlin, um ihr Studium im Fach Musical / Show an der UdK Berlin aufzunehmen. Sie wird ihr Studium voraussichtlich im kommenden Jahr abschließen. Momentan ist sie auch in der Rolle der Oma Eule in der DEA von Zaufke / Lunds GRIMM! in der Neuköllner Oper Berlin zu sehen. Sie steht dort gemeinsam mit ihren Kommilitonen des Studiengangs Musical / Show der Universität der Künste auf der Bühne. Die Inszenierung, die im März dieses Jahres Premiere feierte, wird aufgrund des großen Erfolges im November 2015 wieder aufgenommen.

Ohad Ben-Ari, Pianist und Komponist

Der in Israel geborene Ohad Ben-Ari trat bereits als 12-Jähriger mit dem Israeli Philharmonic Orchestra und dem Israeli Chamber Orchestra auf. Nur ein Jahr später nahm er sein Studium an der Universität Tel Aviv auf. Dort studierte er Klavier und Komposition, später auch Orchestration und Dirigat. Als Pianist gewann Ben-Ari mehrere Preise bei internationalen Wettbewerben wie dem ARD Wettbewerb und dem Arthur Rubinstein Wettbewerb, woraufhin er Einladungen von herausragenden Orchestern und Ensembles in der ganzen Welt erhielt.

1996 zog Ben-Ari in die USA um dort seine Karriere als Musikproduzent im Bereich der populären Musik voranzutreiben. Er arbeitete mit amerikanischen Popkünstlern wie Kanye West, Mya oder Wyclef Jean, trat in landesweit ausgestrahlten Fernsehsendungen auf und nahm Platten sowohl mit Rock- als auch mit Pop- und Hiphop-Musik auf, mit welchen er seine große stilistische Bandbreite unter Beweis stellte. Großen Erfolg hatte seine musikalische Zusammenarbeit mit seiner Schwester, der Geigerin und Grammy-Preisträgerin Miri Ben-Ari.

Ohad Ben-Ari lebt seit 2010 mit seiner Familie in Berlin, wo er seine Tätigkeit als Pianist und Komponist ausübt. Häufig konzertiert er mit den Violinisten Guy Braunstein und Noah Bendix-Balgley sowie auch mit Mandolinist Avi Avital. Weitere Arbeiten entstanden mit anderen renommierten Musikern wie Sol Gabetta, Andreas Ottensamer, Alisa Weilerstein, Emmanuel Pahud, Magdalena Kožená und Yuja Wang. Zwischen 2011-16 war Ben-Ari künstlerischer Leiter des Rolandseck Festivals. Heute ist er künstlerischer Leiter des ID Festival Berlin, das er 2014 mit der Unterstützung des Deutschen Bundestages ins Leben rief. Im selben Jahr wurde Ben-Ari von Sir Simon Rattle als Solist mit den Berliner Philharmonikern eingeladen.

Lesung und Gesang
Hans-Jürgen Schatz, Dennis Weißert, Sophia Euskirchen

Piano
Ohad Ben-Ari

Dramaturgie
Nils Szczepanski, Hans-Jürgen Schatz

© Nico Stank
© Andreas Lander
© Lenja Schultze
© Ruthe Zuntz

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Do 18. Oktober 20:00

 

Veranstaltungsort
WABE

Ticket
15 / 12 / 10 €

Länge
1,5 Stunden

Sprache
Deutsch