Warten auf Godot

Der wichtigste Text des absurden Theaters – es könnte keinen besseren Auftakt für ein Festival des Absurden geben. In der Inszenierung des in Israel gefeierten Regisseurs Ilan Ronen erfährt »Warten auf Godot« eine bemerkenswert politische Neuinterpretation. Sie steht für die Vision des Jaffa Theaters, die Toleranz zwischen Juden und Arabern in der gemischten Stadt Jaffa zu fördern. Vladimir und Estragon sind zwei Palästinenser, die auf einer Baustelle arbeiten. Zwei jüdisch-israelische Schauspieler spielen die Rollen von Pozzo und Lucky. Anstelle von Becketts monumentalem Baum ruht über dem scheinbar sinnlosen Treiben eine Säule aus Beton.

»Hervorragendes Schauspiel, eine zweisprachige Inszenierung mit zwei arabisch-palästinensischen und zwei jüdischen israelischen Schauspielern, die Adaption betont neben der Tragödie […] den Humor in Becketts Stück.« Maya Ashri »Ha’aretz«

Biografie

Jaffa Theatre wurde 1998 in der historischen Hafenstadt Jaffa gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das interkulturelle Verständnis und den künstlerischen Austausch zwischen arabischen und jüdischen Gemeinden durch zweisprachige Theaterstücke, Kulturprojekte, Workshops, Festivals und Bildungsprogramme zu fördern. Für diese Arbeit wurde das Jaffa Theatre mehrfach ausgezeichnet. Das Theater veranstaltet jedes Jahr drei große Festivals: The Jaffa Children’s Festival, Theatroneto and The Festival of Arab Culture

Ilan Ronen wurde in Ein Gev geboren und war vom 2004-2016 Direktor des Habima The National Theatre of Israel und vom 2011-2015 Präsident der Union Theatres of Europe. Seit 2017 inszeniert Ilan Ronen Stücke für eine Vielzahl von Theatern.

Menashe Noy is a film, TV and theatre actor and graduate of the department of film and TV at Tel Aviv University. Noy has received notable awards such as the 2014 Best Actor Award at Jerusalem Film Festival and the 2002 Excellence Award at Cannes Film Festival.

Menashe Noy ist Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler und Absolvent der Fakultät für Film und Fernsehen an der Universität Tel Aviv. Noy erhielt unter anderem den Preis für den besten Schauspieler 2014 beim Jerusalemer Filmfestival und den Exzellenzpreis 2002 beim Cannes Film Festival.

Rassan Ashkar ist Absolvent der Anat-Barzilay-Schauspielschule in Tel Aviv.  Er hat an mehreren Theatern gespielt, darunter das Hebrew Theatre und das Jaffa Theater sowie in Film- und Fernsehproduktionen wie »Ajami«, »Junction 48«, »Arab Labor«, »Fawda« und die »1980er Jahre«.

Doron Tavori ist seit 1974 in über 80 Theaterproduktionen in Israel aufgetreten und hat mehrere Preise erhalten, darunter den Rosenblum-Preis für die Darstellenden Künste und den Kinor-David-Preis. In den letzten vier Jahren hat er an der Theaterabteilung der Universität Tel Aviv Schauspiel und Regie unterrichtet.

Murad Hassan hat einen Bachelor-Abschluss der Theaterfakultät der Universität Haifa. Er wurde bei den Fringe Awards 2016 als Hauptdarsteller nominiert und tritt an vielen Off-Theatern auf.

Konzept und Regie
Ilan Ronen

Text
Samuel Beckett

Performance
Menashe Noy, Rassan Ashkar, Doron Tavory, Murad Hassan, Ashkar Yacob

© Jaffa Theater
© Jaffa Theater
© Jaffa Theater
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Fr 24. April 19:30

Veranstaltungsort
radialsystem Saal

Tickets
18 € | 14 €

Dauer
1 Stunde 45 Minuten

Sprache

In arabischer und hebräischer Sprache. Mit deutscher und englischer Übertitelung